Juli 2019 – Wie es begann und wie geht es weiter

10 Jahre Plutusandme

Es ist jetzt 10 Jahre her, das wir angefangen haben, unser finanzielles Tagebuch online zu führen.

Die ersten Beiträge wurden noch auf den Horster Funpic erstellt, bis dieser über Nacht abgeschaltet worden ist. Die Berichte waren verloren.

Nur einige wenige Berichte von den Datensicherungen konnten wir dann auf Lima -city übertragen.

Rückblickend gestartet war dieser Blog dann in Juli 2009 mit einem Vermögen von 90.000 € ( Siehe hier )

Warum ein Blog ?

Zu Beginn unserer persönlichen Notizen konnten wir uns noch im Freundes und Bekanntenkreis über Finanzen unterhalten. Je aktiver wir wurden und je mehr Wissen sich auch ansammelte, desto eher schalteten die Gesprächspartner auch ab. Oft mit den Worten:“ Ich lebe jetzt“,oder „ da ist immer noch Zeit genug für da“. Heute heißt es eher :“ Ja, Ihr seit auch Doppelverdiener“ oder als Provokation „ Die Aktionäre machen die Firmen kaputt“. Das sind dann immer die Personen , die alles , wirklich alles in Ihre Lebensversicherung stecken , ohne zu Wissen, wo legen diese Institute eigentlich das Geld an.

Darum in Internet, darum der Blog und siehe da, von den Bloggern zu dem Thema Geld und Finanzen gibt es eine ganze Menge. Auch als Podcast ( empfehlen an dieser Stelle möchte ich den Finanzwesir und den Finanzrocker )

Auslöser für diesen Rückblick war Dominik von Finanziell frei mit 30, der gerne mehr zum Start wissen wollte. Allerdings können wir seinen Wunsch nur teilweise erfüllen , weil von vor 2006 nur handschriftliche Notizen existieren.

Ende 2006 fangen wir also an,unser Häuschen war zu diesem Zeitpunkt schon voll bezahlt und die ersten Renovierungen waren auch abgeschlossen.

Auslöser zum Kauf des Hauses war übrigens eine Mieterhöhung, mit der wir nicht einverstanden waren. So entschlossen wir uns zu einem Eigenheim. Das war im Jahr 1996. Nun ist hier oben im Norden ein Immobilienkauf auch nicht mit München vergleichbar, die Kosten sind im Süden doch deutlich höher.

Startkapital zum Hauskauf kam aus der Dotcom Blase. Kurz vor dessen Crash haben wir unser Kapital entnommen für den Eigenanteil der Finanzierung.

Wir hatten Glück und relativ viel Gewinn gemacht mit der Aktie RedHead.

Wir haben aber in unserem Aktionärsleben auch recht große Summe versenkt.

Einige Beispiele?

Cargolifter ( Totalverlust )

Lycos ( 80 % Verlust )

Bremer Vulkan ( Totalverlust )

Holzmann ( 80 % Verlust )

Die Börse ist halt keine Einbahnstraße.

Selbst heute noch haben wir eine dt. Fortfait im Depot mit 90% Verlust. Dieser Wert fiel den Sanktionen der USA zum Opfer. Die Anleihe wird aber irgendwann ausgezahlt und die Summe ist auch überschaubar geblieben.

Das Gute aus heutiger Sicht, Wir haben zumindest bei jedem Wert etwas gelernt. Das ist aber auch schon alles. Aber heute analysierten wir die Aktien nach diesen Erfahrungen deutlich besser und lassen auch mal was aus, wenn wir uns nicht sicher sind.

Die Basis der größten Vermögenssteigerung erreichten wir allerdings mit Weiterbildung , bzw. Arbeitgeberwechsel bei Herrn Plutusandme. Also mit dem Humankapital.

Mein alter Ausbilder sagte immer:“ Nichts wir später so teuer bezahlt, wie das Wissen und nichts ist teurer als Phantasie.“ Frau und Herr Plutusandme sind beide in dem konstruktiven Bereich des Maschinenbau ausgebildet worden.

Heute haben wir , Dank der guten Ausbildung und aus unserer Sicht, schon ein recht attraktives Vermögen erwirtschaftet.

Rückblickend sind wir angefangen mit Sparplänen auf Fonds bei der Bank Deines Vertrauens. Wer schaute denn schon auf Kosten? Es folgten Bundesschatzbriefe und Bundesobligationen.

Ab einer gewissen angesparten Summe wurden Einzelwerte, also Aktien, gekauft. Nicht verifiziert, nein , alles auf einer Karte. Das habe wir später natürlich geändert. Die eingesetzten Summen waren auch immer so groß, das man 50 Stück eines Einzeltitel kaufen konnte, damit konnte man beim Kauf einen Kaufkurs angeben. Gekauft wurde noch in der Filialbank.

Die Kurse wurden in der Tagespresse verfolgt. So war es natürlich ein Highlight, wenn man in seinem Depot in einem Jahr 1 ( ! ) neuen Wert zukaufen konnte.

Mit mehr Informationen ( Fachzeitschriften ) suchte man sich auch andere Anbieter heraus, die der Bankberater uns nicht gerne verkaufte. Klar, war kein Hausprodukt,. Heute wissen wir das!

Da wurde dann aus einem UNION Investment schon mal ein JPMorgan oder auch DEKAFONDS

Sparpläne laufen seit dem 16 ten Lebensjahr und sind der persönlichen Weiterentwicklung und auch Reife immer mitgewachsen. Später wurde, sobald ein Kredit getilgt war ( z.B. BAFÖG ) dieser Tilgungsbetrag immer komplett der Sparrate zugeführt. Auch kleinere Summe, wie z.B. eine Tariferhöhung wurden der Sparrate zugeführt.

Natürlich ist ein wachsendes Aktienbestand und das damit verbundene steigende Vermögen ein schöner Anblick.

Aber es geht ja auch mal anders herum. So „verloren „ wir im August 2015 (siehe hier ) mal eben in einem Monat 15.000 € !. Buchverlust.

Der persönliche Umrechnungsfaktor war bei uns dann immer: „ Als Student wärst du damit 30 Monate hingekommen ! „ Da gerät man schon im Grübel und versucht zu analysieren, was da gerade passiert ist.

In solchen Fällen ist es aber gut, wenn diese Werte nicht auf Kredit gekauft waren, was wir auch nie gemacht haben, und das Tagesgeldkonto Dir sagt, :“ Schau Dir die Werte nochmal an. Stimmt noch alles ? Wenn ja, danach mach mal Urlaub „ Frei nach Kostolany: Schlaftabletten und so…

2 Monate später war das Depot wieder da, wo es regulär auch hätte sein sollen. Aber auch diese Abgeklärtheit erlernten wir erst mit der Zeit.

Es kann aber auch mal deutlich länger dauern, wie in der Finanzkrise z.B. Allerdings konnten wir solche Rücksetzer zum Nachkauf nutzen. Was über den doch langen Zeitraum der „Krise“ dann wieder gut für uns war.

Irgendwann in 2015 bekamen wir die Möglichkeit ein schönes Grundstück günstig zu erwerben. Wir waren flüssig und griffen zu. Die Mietimmobilien 1 und 2 entstanden. Da vermietete Immobilien sowieso zu unserer Wunschvorstellung gehörten, zogen wir diese Projekte zeitlich vor. Die Zeit war da, das Kapital war da und etwas Glück auch. Ziel ist es aber nach wie vor, die Immobilien nach der Haltefrist von 10 Jahren wieder zu verkaufen, wenn es klappt. Das war Mitte 2015.

Ein möglicher Verkauf wäre dann also aber 2025/26. Dann sind wir selber 55 bzw. 57 Jahre alt, und der Weg zum Privatier sollte uns offen stehen. Eins unser Vorbilder an dieser Stelle Peter Ranning vom Blog Der Privatier (hier Link )

2028 kann dann noch Mietimmobilie 3 veräußert werden.

Zurück zu Dominiks Anliegen dann noch mal ein Überblick über die Sparraten im laufe der Zeit.

Aus den alten Aufzeichnungen heraus, haben wir uns mal die Mühe gemacht und die monatlichen Sparraten herausgeschrieben, anfänglich nur Herr Plutusandme. Das haben wir hier aber schon mal in 2016 beschrieben, darum holen wir den Bericht einfach nochmal rein.

1984, die Lehre begann. Das Lehrlingsgehalt war 330 DM netto. Enorm viel Geld. Stolz wie Oskar habe ich die ersten 50 DM abgehoben. Ich weiß nicht ob Ihr diesen Effekt kennt, ich bekam einen einzigen Schein, viel zu schade zum Anbrechen. Nach der Probezeit hat mein Ausbilder mir noch etwas über das 624 DM Gesetz erklärt. Das wollte ich natürlich mitnehmen und ein Bausparvertrag wurde abgeschlossen. Es gab damals noch nicht soviel Produkte für die Vermögenswirksamen Leistungen. Bei der Bank, es war die Volksbank, erfuhr ich dann durch Unterlagen die dort auslagen, etwas von Fonds. Union Investment.
Ich schloss einen Dauerauftrag über 100 DM für UNI RENTA ab.

1987, ich hatte meine Lehre verkürzt und mein Ausbilder hat mir in die Spur geholfen, mein Fachabitur zu machen. Zu der Zeit fuhr ich schon Auto und das Lehrlingsgehalt war auf 520 DM netto gewachsen. Die Sparbeträge hatten sich verdoppelt, 100 DM für UNI RENTA und 100 DM für UNI GLOBAL.

1988 im Fachabitur war vom Sparen nicht wirklich die Rede. Man ging mit Freunden aus, wir waren viel im Hallenbad schwimmen, danach noch in die Kneipe, aber große Sprünge haben und konnten wir nicht machen. Spaß hatten wir trotzdem jede Menge.

1988/ 1989 Bundeswehr. Gespart wurde nichts. Die 300 DM Wehrsold während der Grundausbildung wurde schon dafür gebraucht um nach Hause zu kommen, bzw. mit Freunden oder der Freundin am Wochenende mal auszugehen. In der Stammeinheit wurde es dann deutlich besser. Da wir im Schichtbetrieb eingesetzt wurden, d.h. 2 Tage Dienst -2Tage frei- 3Tage Dienst – 3 Tage frei, bekamen wir doppelt Wehrsold. Das war schon okay. In dieser Zeit hatte ich allerdings auch einen Autounfall und das Fahrzeug war Totalschaden. Ein neues gebrauchtes musste her und dafür wurde der Bausparvertrag geopfert. Was ich nicht wusste, die Sperrzeiten dafür hatte ich gebrochen und musste die gesamte Wohnungsbauprämie zurück zahlen. Zum Geburtstag bekam ich von meinem Bruder 3 Aktien Amerikan Express in ein Depot. Später kamen durch mich selber noch 10 BASF hinzu

1989 Das Studium begann. Gefördert durch BAFÖG war es mir möglich zu studieren. In den Semesterferien konnte ich immer wieder in meinem Ausbildungsbetrieb arbeiten und so mir eine, für Studenten recht großzügige Summe, erarbeiten. Die Sparrate auf UNI RENTA übernahm mein Patenonkel.
Im Studium lernte ich meine Frau kenne und wir wohnten mit 3 weiteren Studenten in einer Wohngemeinschaft. Wir studierten alle dasselbe und waren alle im selben Semester. Natürlich genossen wir das Studentenleben reichlich, es war anders, als das Studentenleben heute. Meine Frau betreut ja die angehenden Ingenieure Innen und sie sagt immer wieder:“ Das sind heute alles Einzelkämpfer, selten das es mal eine Lerngemeinschaft gibt. Jeder versucht schnellstmöglich alleine durchs Studium zu kommen.“
Im Studium lernten wir dann auch solche angenehmen Dinge wie Internet kennen nur leider fehlt in diesem Zeitraum das Geld für Investitionen.

1992 Meine Frau fand Ihre Anstellung in der Fachhochschule und damit auch ein geregelte Einkommen. Meine Stellungssuche in der Industrie war deutlich schwieriger, waren doch die neuen Kollegen aus Ostdeutschland auch auf Jobsuche. Für meine erste Anstellung in der Industrie waren 136 Bewerbungen nötig. Einstiegsgehalt als Jungingenieur 4.000 DM.
Damit waren wir nun in der Lage uns eine neue eigene Mietwohnung zu suchen, ich benötigte einen Zweitwohnsitz, ebenfalls zur Miete.

1994 wechselte ich die Position und fand eine neuen Anstellung in der Forschung und Entwicklung. Das Gehalt wuchs auf nunmehr 6.000 DM.
Die Sparraten wurden dem steigenden Gehalt immer angepasst und wir waren nun in der Lage 300 DM bei UNI RENTA und 500 DM bei UNI Global zu hinterlegen.

1996 bekamen wir eine saftige Mieterhöhung, die dazu führte das wir uns nach was Eigenem umsahen. Gefunden haben wir unserer derzeitige Häuschen. Unser Gespartes floss bis auf einem kleinen Teil komplett in das Haus, sowie eine Finanzierung, (mit jederzeitiger Sondertilgung über 10.000 DM) über 168.000 DM aufgeteilt auf mehrere Darlehn. ( zu 7,4% was wir schon sehr gut fanden )

1997/1998 erbten wir dann völlig überraschend das Haus von meinen Patenonkel. Es handelte sich um eine gemischte Schenkung und wir musste die restliche Verwandtschaft auszahlen. (Wie die Geier, uns wurden doch erhebliche Schwierigkeiten gemacht!) Um das Haus überhaupt vermieten zu können, waren umfangreiche Renovierungsarbeiten notwendig. Auch hier wurde ein Darlehn über 43.000 DM (zu 5,8%) aufgenommen, Geld, das uns bei der Renovierung von unserem eigenen Heim fehlte. Es stellte sich heraus, dass wir „tolle Mieter“ fanden. Am Haus und Grundstück wurde wirklich alles picobello durch die Mieter in Ordnung gehalten. Nur wenn das Geld knapp wurde, wurde keine Miete gezahlt. Wir stellten damit fest, dass wir als Vermieter nicht geeignet waren. Wir waren zu rücksichtsvoll und mussten oft genug die Darlehnsrückzahlungen aus dem eigenen Kapital aufbringen. Die Sparrate war schon auf ordentlich 1.200 DM angewachsen. Parallel zur Sparrate wurde immer ein Betrag auf das Kreditkonto überwiesen um auf die maximale Sondertilgung pro Jahr zu kommen. Eine Finanzielle Sicherheit wurde auch schon angespart, diese ging in Bundesobligation welche in Bad Homburg hinterlegt wurden. Mit der Sparrate auf UNION Investment haben wir dann übrigens festgestellt, dass die Gebühren bei solch einer Sparrate durchaus verhandelbar waren.

1998 wurde das Unternehmen bei dem ich beschäftigt war umgruppiert und meine Position fiel weg. Wir waren DINKI´s ( double Income no Kids) und ich verlor mein Job. Abfindung und die noch zu zahlenden Patentvergütungen flossen voll als Sondertilgung in die Kredite. Sicherheit war uns durch den Job meiner Frau ja gegeben. Die Job suche war aber mit Berufserfahrung nicht mehr schwer. Eine neue Tätigkeit war schnell gefunden.

2002 Der Euro wurde eingeführt und gefühlt wurde alles ( vielleicht doch nur die Backwaren ) doppelt so teuer. Ab jetzt war auch das Finanzielle Tagebuch geführt, anfänglich in einer noch sehr einfachen Form. Immer und Immer wieder wurden die Ausgaben überprüft, angepasst und gesenkt. Es wurde jede Investition getätigt, die dafür sorgte die monatlichen Kosten zu drücken, wie z.B. Energiesparlampen ( oder heute LED Lampen )

2003 Komplette Tilgung BAFÖG. Die frei geworden Beträge flossen voll der Sparrate zu.

2004 Tilgung eine Darlehns. Ihr erratet es schon. Die Sparrate wurde um den monatlichen Betrag erhöht.

2005 erste Überlegungen das Mietshaus zu verkaufen. Die gesamten Kredite ( Eigenheim wie Mietshaus ) belaufen sich noch auf 65.000 €

2006 Miethausverkauf und Renovierung des Eigenheims. Sparrate zu diesem Zeitpunkt : 900 € Uniglobal, 150 € Unirenta, 300€ Tagegeld bei der DIBA, 357€ Kredite.
Uniglobal wurde gewechselt in UNIVALUE Global. Das Aktiendepot umfasste Aktien im Wert von 10.000€. Das gesamte Vermögen belief sich auf 114.900 €

2007 Die Freistellungsaufträge mussten neu verteilt werden. Die erste Grundsanierung unseres Eigenheims lief an, mit fast 10 Jahren Verspätung.

2008 Neue Kredite wurden aufgenommen. Mit Hilfe der jetzt natürlich vorhandenen Medien wie Internet usw. waren für uns natürlich schnell gute Angebote gefunden, mit denen wir unserseits nun unsere Hausbank belästigten. Wir wollten nicht gern wechseln. Wir erhielten, da wir energietechnisch umbauten Förderdarlehn durch die KFW. 34.000 € zu 1,75 % und 12.000 € für die Solaranlage zu 3,75 %. Die Sparrate belief sich auf 1750 € zuzüglich 161 € Riestervertrag. Das gesamte Vermögen rutschte durch die Sanierung runter auf 60.240 €

2009 Das Vermögen wurde durch Aktien und Anleihekäufe erweitert. Das Depot sah wie folgt aus: 700 Stück Deutsche Telekom, 6000 € zu 7% der HDI Anleihe, 3000 € der Ing Group Anleihe, 500 Stück Hypo Real ( jaa, die gab es wirklich mal, war auch kein schlechtes Investment ) 50 Stück RWE VZ. Das Vermögen belief sich auf 90624 € und war aufgeteilt in 13,8 % Anleihen, 69,2 % Aktien oder Aktienfonds, 17% Cash Tagegeld.

2010 Komplett Umbau der Fonds. Bei der FFB wurde ein neues Depot eröffnet. Kostengünstig bis kostenneutral wurde neue Investments getätigt und Daueraufträge eingerichtet. Ich weiß es noch wie heute, wie nervös wir waren, einen Betrag von 60.000 € zu investieren, den wir vorher durch den Verkauf von den UNION Investment Produkten generierten. Der Betrag wurde gesplittet in: Aktienfonds WELT, Aktienfonds EUROPA, BRIC. und ein Teil wieder in UNION GLOBAL. Davon wurden Fonds in Einmalzahlung gekauft. Die gleiche Aufteilung bekam die Sparrate aber auf andere Fonds. Schön zu sehen in der Darstellung der Fondsdepots. Neuer Arbeitgeber für mich, das Gehalt legte durch Provisionen nochmal deutlich zu.

2011 bis 2014 Immer wenn ein Kredit abgelöst wurde und Einsparpotenzial gefunden wurde dies ( meistens ) der Sparrate zugeführt. Es kam schon mal vor, das wir durch die hohe Sparleistung am Monatsende mit dem Giro leicht in die roten Zahlen kamen. Dies wurde ausgeglichen und bei der nächsten Sparratenerhöhung wurde ein Teil für das täglich Leben abgezweigt.

2014 Erneut Kreditaufnahme für den Neubau zweier Reihenhaushälften. Die letzte Renovierung am Eigenheim ist abgeschlossen. Diese Renovierung an dem eigenen Häuschen wurde komplett aus den laufenden Erträgen bzw. Einnahmen oder auch Entnahmen vom Tagesgeldkonto bezahlt. Diese Kosten beliefen sich auf 58.306 €

2015 Mieteinnahmen für Haus 1 und 2 laufen an. Förderungen zur Sondertilgung eingesetzt.

2017 Kreditaufnahme für Immobilie 3 , ebenfalls vermietet. Sondertilgungen für Immo 1 und 2 voll ausgeschöpft. Weiterer Aufbau des ETF Depots und des Dividendendepots

Wir berichten hier immer über eine Sparrate von 1857 €. Genau genommen sind es zuzüglich Riester ( hier nicht berichtet ) und VBL sowie Direktversicherungen und Metallrenten ( also Vermögenswirksame Leistungen, alles hier nicht berichtet ) monatlich 2.330 €. Für uns im Rückblick zum Anfang von 1984 eine utopisch hohe Summe. Sonderzahlungen, die wir erhalten, fließen meist in den Aktienkauf. Wir haben am Anfang geschrieben, dass es ziemlich langweilig geworden sei. Wenn wir dies jetzt so im Rückblick lesen, Langweilig war es eigentlich nie. Es war immer etwas anders. Wir mussten stellenweise reagieren und anpassen, haben dies immer versucht mit Überlegung und Rückinformationen auch hinzubekommen. Darum sind uns auch die anderen Blogger so ans Herz gewachsen. Der Austausch der Erfahrung und Meinungen ist bares Geld wert und zwingt so manches Mal zum Nachdenken.

Zur Ergänzung noch mitgeteilt, Provisionen fließen heute komplett in die Sparrate.

Ist nur ein grober Überblick und nicht vollständig. Immer , wirklich immer , haben die Beträge für die Kredite, nach deren Ablösung, die Sparrate erhöht.

Für 2006 haben wir dann noch eine Notiz in unserem Tagebuch gefunden, wie unser Cashflow Betrag zu dem Zeitpunkt aussah:

Wie folgt:

Zinsen Anleihen: 16 €

Dekafond Rente: 1200 €

Dekafond Aktien : 500 €

Uniglobal : 700 €

Unirenta : 180 €

Dividenden : 150 €

in Summe 2746 € ( brutto ! jährlich )

Was hier gar nicht auftaucht, welche Kosten verursachen denn die Fonds? Darauf geachtet haben wir aber schon, denn bei der Besparung des Uniglobal in 2006 wurde schon der Ausgabeaufschlag von 5% auf 3,25 % verhandelt ! Das geht also !

13 Jahre später , also 2019, liegen wir bei ca. 15.600 € ( netto! jährlich ) zuzüglich Mieteinnahmen.

UNIGLOBAL haben wir als Riesterrente immer noch, wird aber bei der Vermögensaufstellung nie mitberichtet. Genau wie eine Metallrente ( Vermögenswirksame Leistung ) , eine VBL Rente und eine Direktversicherung durch Gehaltsumwandlung ( Weihnachtsgeld )

Beruflich ist Frau Plutusandme im öffentlichen Dienst beschäftigt und bietet uns nach wie vor wären des gesamten Zeitraumes die Basis der Sicherheit.

Herr Plutusandme hat in den Jahren 1992 / 1994 / 1998 / 2000 / 2010 berufliche Wechsel vollzogen.

Berufliche Weiterbildung oder Fortbildung werden von uns Beiden alle 2 Jahre durchgezogen. In letzter Zeit weniger beruflich bezogen, sondern mehr interessehalber, was aber auch beruflich genutzt werden kann.

Zur Zeit bereiten wir dann tatsächlich den Ausstieg vor. Im Freundeskreis werden wir darum etwas belächelt, aber nur so haben wir noch Zeit, eventuell etwas gegenzusteuern.

Zeit ist etwas, was für uns jetzt immer wichtiger wird. Das ist nicht ganz leicht, denn nun müssen wir auch steuerliche Gesichtspunkte mitberücksichtigen.

So wurden zum Beispiel dieses Jahr bei uns die Fehlzeiten im Rentenbescheid korrigiert, es fehlten bei uns Beiden die Ausbildungszeit und das Studium. Wir bereiten es schon mal vor, ob wir es dann wirklich nutzen, steht auf einem anderen Blatt, aber auch hier gilt: „ Haben und nicht brauchen , ist besser, als brauchen und nicht haben „

Es bleibt also doch noch etwas Zeit, hier weiter zu vervollständigen.

 

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12 Antworten auf Juli 2019 – Wie es begann und wie geht es weiter

  1. Bergfahrten sagt:

    Hallo,

    Danke für Euren finanziellen und historischen Rückblick!

    Du bestätigst hier detailliert meine Ansicht wie sich finanzieller Erfolg ergibt. D.h. möglichst früh anfangen, grobe Fehler vermeiden, sparsam und vernünftig mit den Ausgaben bleiben und ausdauernd investieren und mit Freude dranbleiben.

    Viel Erfolg weiterhin &
    Liebe Grüße aus dem Weinviertel
    Bergfahrten

  2. Alexander sagt:

    Hi ihr zwei,

    wir sind etwa im gleichen Alter, zumindest habe ich auch meine Lehre 1984 begonnen und siehe da, mein erstes Lehrlingsgehalt war ebenfalls 330 DM. Komisch, dass man sich sowas merkt. Ansonsten haben wir einige Gemeinsamkeiten im Lebenslauf. Allerdings ist meine Frau bereits seit 5 Jahren Privatier und ich muss 2 Mäuler stopfen^^
    Ich fange ebenfalls langsam an, meinen Ausstieg zu planen. Aktuelles Ziel, mit 61 ist Schicht im Schacht, immerhin 6 Jahre vor dem gesetzlichen Renteneintritt. Davor kürze ich vielleicht noch meine Stunden. Und als Renter muss ich nicht mehr sparen, sondern nur noch die Erträge verbrauchen. Dann habe ich deutlich mehr zur freien Verfügung als heute. Wie Hannibal immer so schön sagt: Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.

    LG Alexander

    • plutusandme sagt:

      Moin Alexander,
      Stunden kürzen ist auch etwas, was bei Gelegenheit bei uns eingepflegt werden soll. Aber auch hier handhaben wir es eigentlich wie immer: Wenn Stunden gekürzt werden, vorzugsweise bei Frau Plutusandme, muss vorher ein Ausgleich da sein, sprich eine Ausgaben Reduzierung oder eine Einkommenssteigerung. Bei den Ausgaben haben wir mit Sicherheit noch Potential, aber da machen wir es wie Ihr. Wenn wir etwas möchten, dann machen wir es auch. Da wird jetzt nicht mehr sooo drauf geachtet.
      Gesundheit und Wellness rückt mehr im Fokus. Anschaffungen sind, auch ähnlich wie bei Euch, im Großen und Ganzen abgeschlossen.
      Es macht einfach Spass , rückwärts zu rechnen: Ausstieg mit 67 ? erledigt. 65 ? erledigt. 63? erledigt. 60?erledigt. 57? wir arbeiten daran.

      Lieben Gruss in den Süden
      Plutusandme

  3. Thomas sagt:

    Vielen Dank für den spannenden Einblick!
    Meine Freundin (29) und ich (32) sparen auch fleißig für einen schönen Lebensabend. Ich sage leider „sparen“ denn wir investieren noch nicht soviel. Der Mut für das Investieren an der Börse ist noch nicht vorhanden.
    Ich verfolge deinen Blog sehr regelmäßig und freue mich, dass ihr mit Immobilien soviel Erfolg habt. Habe selbst eine vermietete Einheit und spare auf die nächsten Einheiten.
    Könntest du dazu mal einen Beitrag schreiben? Was macht ihr selbst? Habt ihr eine Hausverwaltung? Neuvermietung durch Makler? Renovierungen durch Handwerker?
    Und wie finanziert ihr? Langfristig oder kurzfristig um später höhere Werte ausweisen zu können? Und wie findet ihr geeignete Objekte/den Entschluss für einen Neubau?
    Fragen über Fragen… 😀
    Vielen Dank!

    Beste Grüße
    Thomas

    • Plutusandme sagt:

      Moin Thomas,
      Wir selber sind schlechte Vermieter, darum haben wir eine Hausverwaltung dazwischen geschaltet. Diese kümmert sich auch um die Handwerker, bzw. Neuvermietung.
      Finanzierungen laufen über 10 Jahre wobei bei uns das Ziel primär ist, die Objekte dann auch wieder zu verkaufen. Bei den Finanzierungen versuchen wir solch einen hohen Eigenanteil einzubringen, das wir gerade unter den Grenzzins ( der Zins ab wo es teuer wird ) liegen. Wir unterteilen dabei noch in geförderte Hypotheken und Hausbankhypo’s. Maximum versuchen wir auf die geförderten Darlehn zu legen, also KFW.
      In der Planung waren bei uns immer 3 Immobilien, da 2 vermietete Immobilien 3 Immobilien finanziell tragen können. Im Falle eine Ausfalls eines Mieter, müssen wir uns da also noch keine Sorgen machen. Außerdem ist die Finanzierungssumme noch über das restliche Privatvermögen gesichert. Theoretisch könnten wir die Immobilien also sofort zurückzahlen, hätten dann kein „Vermögen“ mehr, aber drei vermietete Objekte schuldenfrei.
      Wir haben außerdem einen recht hohen Focus auf die Lage geworfen. Da hatte wir dann Glück.

  4. Rene sagt:

    nach langer Zeit einmal ein freundliches Hallo aus Hamburg und vielen Dank für eure Einblicke!

    Ich finde es erstaunlich wie sich die „Blickwinkel“ gleichen. Im Rückspiegel betrachtet ein gerader langweiliger Weg, tatsächlich voller Höhen und Tiefen, ständig auf der Suche nach Abkürzungen aber wohl wissend, jeder einzelne Schritt muss erst gemacht werden.
    Erst ist man der Spinner (2010 Ost Immobilienkaufen) dann hat man auf einmal Glück gehabt und es scheint einem fortlaufend die Sonne auf den aller Wertesten – aus der Sicht der Anderenzumindest! „Die Anderen“ die diese Schritte alle hätten mitmachen können, wenn Sie denn den Mut und den Wille zur gegebenen Zeit gehabt hätten. Bei uns 100% das Gleiche! Meine Frau mahnt mich schon immer auf gewissen Feiern, einfach nichts zu sagen….

    Ich wünsche euch weiterhin alles Gute auf dem Weg, bleibt vor allem Fit und Gesund und dann genießt Zeit!

    Beste Grüße aus Hamburg
    Rene

    • plutusandme sagt:

      Moin Rene,
      liebe Grüße zurück. Wie Du siehst sind wir mit dem Optionshandel noch nicht weiter, da fehlt halt noch der Mut zum Risiko, bzw. das FAchwissen. Mut zur Lücke gab es nur in der Mathematik ( Kurvendiskussion ) sofern ich mich recht erinnere.
      Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder in Hamburg, dann können wir unser Gespräch vielleicht mal “ optimieren “

      Gruß
      Plutusandme

      • Rene Waack sagt:

        Optionen sind auch nur ’ne Option
        Läuft bei euch doch auch ohne sehr gut!

        Wenn Du in Hamburg bist, Zeit und Lust mitgebracht hast, dass wir uns auf ein cooles Bierchen treffen, dann einfach kurz bescheid geben. Ich würde mich freuen!
        Bis dahin beste Grüße
        Rene

  5. Markus sagt:

    Hallo ihr beiden,

    herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!

    Bzgl. der verlorenen Beiträge… Ich glaube Eure Sorge ist etwas unberechtigt. Ein Großteil der Beiträge aus 2009 sind auch unter https://web.archive.org/web/20110920143343/http://plutusandme.pl.funpic.de/category/finanzen/finanzen-2009/ archiviert.

    Danke für den schönen Content all die Jahre.

    Feiert schön.

    Markus

    • plutusandme sagt:

      Das ist ja cool !
      Danke Dir für diese Info bzw. Link.
      Werden wir am WE erstmal sichern, sicher ist sicher 😉

  6. Peter sagt:

    Hallo,

    schöner Beitrag! Sehr komplex was sich da so im Laufe der Zeit ereignet hat.
    Besonders bemerkenswert finde ich den insgesamt frühen und konsequenten Einstieg ins Geldanlegen, das Aktiengeschenk des Bruders/die Ratenübernahme des Patenonkels und die zunehmend breitere Diversifikation.

    LG

    Peter

    • plutusandme sagt:

      Moin,
      Danke sehr für Deinen Kommentar.Ja, wir sind sehr früh angefangen an der Börse zu investieren. Heute ist die Informationsbesorgung sehr viel einfacher geworden. Das war „früher“ schon etwas spannender.

      Gruß Plutusandme

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