August 2017 – Vermögensaufstellung für Juli 2017 –

18.08.2017

Deutlich verspätet diesmal.

Wir haben bereits darüber berichtet, das die Marktsituation beim meinem Arbeitgeber, schwierig ist. Die Folgen kamen prompt. Der Mutterkonzern hat in der Chefetage den CEO und einen weiteren Geschäftsführer freigestellt. Einige Umbesetzungen sind auch erfolgt. Mir wurde auch ein anderer Job angeboten, der eine Stufe in der Karriereleiter nach oben bedeutet hätte. Hätte? ja, Ihr merkt schon, ich habe dankend abgelehnt.

Warum ?

Der Gehaltssprung war attraktiv, keine Frage. Aber ich war schon mal dort, in dieser Ebene, die ich aus Erfahrung heraus „ die Opferebene „ nenne. Läuft alles gut, sind wir ein Team. Läuft es schlecht, hast Du einen Fehler gemacht. Nee Nee, da war ich schon mal.

Lieber weiter meine Freiräume nutzen, das größte Plus ist und bleibt das Homeoffice (Nicht unterschätzen, die Arbeitszeit vom Homeoffice ist deutlich höher als vom Büro! Mal eben sonntags Email checken und schon sind wieder 3 Stunden „verarbeitet“)

Die Freiräume, die wir uns geschaffen haben, gilt es zu erhalten. Nicht verschweigen möchten wir natürlich, das wir durch die Immobilien auch „im“ mobil, also nicht mobil, geworden sind. Ein Umzug wäre bei einem Positionswechsel Bedingung gewesen.

Der Punkt Mobilität ist ein Punkt, der bei vielen Bloggern bei dem Thema Immobilien vergessen wird.

Wer weitere Karriereschritte plant, ist mit einem Mietobjekt unserer Meinung nach, besser bedient. Die größten Gehaltssprünge haben ich bei einem Arbeitgeberwechsel gemacht.

 

Also beruflich bleibt es bei uns, so wie es ist. Das Gebiet wird sich bei mir etwas ändern, ist aber in Ordnung so. Wie es mit dem Arbeitsgeber weiter geht, denke ich, daß der Mutterkonzern schon auf einen guten Weg ist.

Bei der weiteren Immobilie sind die Grundstücksklärungen abgeschlossen und der Bauvertrag liegt uns vor.

Zu den Finanzen:

Dividenden gab es im Juli 279,37 € netto und damit zählt der Juli zu den schwächeren Monaten, ist aber nicht so wichtig, da wir die jährlichen Einnahmen im folgenden Jahr verteilen wollen. Also Jahreseinnahmen des vorangegangen Jahres, geteilt durch 12, entspricht der monatlichen Zahlung des folgenden Jahres.

Online Depot:   = 88.592 €

Online Cash       = 4.320 €

ETF Depot:         = 115.306 €

Bank Depot        = 142.995 €

Tagegeld             = 24.916 €  (wird zum Grundstückskauf gebraucht)

Immobilien        = 95.726 €

Macht in Summe 471.855 €

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14 Antworten auf August 2017 – Vermögensaufstellung für Juli 2017 –

  1. Alexander sagt:

    Die Entscheidung nicht in die ach so dolle Etage zu wechseln, halte ich für klug. Ich könnte auch mehr Geld verdienen, aber unter welchen Bedingungen? Ich meine, dass der innerer Frieden und Zufriedenheit wichtiger ist, als ein paar Euro mehr, die man nicht existentiell benötigt. Daher denke ich, dass passt so.

    • plutusandme sagt:

      Opferebene, ich nenne die ach so dolle Etage Opferebene. Ich arbeite jetzt 18 Jahre in meiner Branche, von der Entwicklung, über Markrecherche bis zu den anteiligen Aktionärsberichten. Ja, ich würde mich als Profi bezeichnen und bin mir sicher , das ich aus der zweiten Reihe mehr bewegen und , da Provisionabhängig , auch mehr verdienen kann. Ausserdem macht es mir einfach mehr Spaß… auch, unterschätzt zu werden!

  2. Ex-Studentin sagt:

    Geld ist kein guter Motivator. Aber es ehrt trotzdem, wenn man bei einer freien Stelle als Nachfolger gehandelt wird. Aktuell bin ich auch nicht arg auf Karriere aus, weil man Stress und gesundheitliche Probleme kaum mit Geld aufwiegen kann. Bzw. es kommt auch auf den Gehaltssprung drauf an: für 10-20k im Jahr wechsle ich meine Stelle nicht, weil da netto ohnehin nicht viel von übrig bleibt. Aber für ein paar Millionen würde ich ein paar Jahre Bahn-Manager spielen und mit hoher Abfindung auch wieder gehen..

    • plutusandme sagt:

      *schmunzel*
      Moin Jenny, ja, es gibt wohl für alles seinen Preis. Wir sind aber ja schon im Gehalt recht weit hoch. Irgendwann ist das nicht mehr so wichtig.
      Ausserdem weiß ich aus eigener Erfahrung , das man durch beruflich Druck auch krank werden kann. Das war Gott sei Dank meine erste Ingenieurstellung. Von daher kann ich heute auf Erfahrung zurück blicken, die nicht jeder gemacht hat und auch nicht machen sollte.
      Oft sitzte ich in einem Meeting und denke: „Himmel, wo ist denn das Problem?“oder “ nett, es hat mal wieder jemand Kekse gebacken“.
      Von daher, haben wir unsere Positionen gefunden und konzentrieren uns auf das Privatleben.
      Als Jungingenieur liegen die Prioritäten wohl noch etwas anders und das ist auch gut so. Nur so kommt Entwicklung voran.

    • Ex-Studentin sagt:

      Ja, wenn das Gehalt passt, lässt es sich leichter in einer Position verharren. 😉 Mein Freund und ich sind noch recht am Anfang von der Gehaltsskala. Aber irgendwie konnten wir bisher beide dem Thema „groß Karriere machen“ noch nichts abgewinnen. Wenn es sich ergibt, werden wir uns nicht unbedingt wehren, aber es muss auch kein „Ich wechsle alle 2 Jahre den AG, gehe ins Ausland und bewerbe mich auf Teamleiterstellen“ sein.

      • plutusandme sagt:

        Moin Jenny,
        da hast Du wohl recht. Karrier war auch bei mir garnicht so geplant gewesen. Vielmehr durch: Niederlassungsschliessung, Entlassung durch sozial Auswahl, Insolvenz ging es gezwungen weiter. Immer aber habe ich Weiterbildungen mit gemacht, bzw betrieblich mitgenommen. Irgendwann hatte ich dann mein Traumberuf gefunden und wurde mit der Zeit darin ein Profi, so heisst das heute wohl. Tja, dann darf man auch fordern, wenn man etwas aus der Masse raus ragt. Vielleicht ein Tipp: Ruhig mal Bewerbungsgespräche mitnehmen, auch wenn man garnicht wechsel möchte. So kann sehr gut der Marktwert gecheckt werden.
        Aber Du hast schon recht: Hat das Gehalt erstmal ein Niveau erreicht, ist schon mal einfacher zu sagen: “ Lieber Chef, ich helfe Die mehr da, wo ich jetzt bin.“ Klingt doch besser, als ich habe keine Lust.

        Dir alles Gute, so wie ich Dich kennen lernen durfte wirst Du in, na schätzen wir mal in 20 Jahren ( hoffentlich gerne eher), einen ähnlichen Artikel bloggen. Ich hoffe, ich darf Dich dann an diesen Artikel erinnern.
        Ganz lieben Gruß und viel Erfolg bei Deinem Lesertreff ( wir können leider nicht kommen 🙁 )
        Plutusandme

  3. Sparkojote sagt:

    Ich sehe das auch so, das Privatleben und die Innere Ruhe geht vor! Es hängt sicherlich auch mit dem Alter und der Erfahrung zusammen, wie man mit einem solchen Angebot umgeht. Mir sind meine Freiheiten auch extrem wichtig, sobald man aber in einer gewissen Gehaltskategorie ist, verliert man eben diese.

    Eine Ausnahme würde ich natürlich machen, wenn es sich dabei um das eigene selbst aufgebaute Unternehmen handelt. Dort würde ich zumindest je nach dem, viel mehr Kompromisse eingehen, da hat dann auch andere Gründe, wie Spass an der Arbeit ein Vermächtnis, Lebenserfüllung etc.

    471k sieht echt nicht schlecht aus, ich kratze bald an den 100k. Mal schauen wie schnell die 200k dann erreicht werden 🙂

    Gruss
    Thomas

    • plutusandme sagt:

      Moin Thomas,
      ein eigenes Unternehmen ist mit Sicherheit anders zu bewerten. Das hieße ja auch Selbständigkeit, also „Selbst“ und „Ständig“.
      Gratuliere auch Dir zu der tollen Benchmark, ist mit Sicherheit ein wichtigen Meilenstein. Du wirst aber sehen, das die nächsten 100k dann doch irgendwie schneller gehen. Kannst Du gerne bei uns in der Historie mal vergleichen.

      Weiterhin viel Erfolgen wünschen Dir
      Frau Plutusandme &
      Herr Plutusandme

  4. Dummerchen sagt:

    Hallo plutusandme,
    Glückwunsch zur Nichtbeförderung! So wie ich dich kennen gelernt habe, wirst du sehr gut abschätzen können, was auf dich zugekommen wäre. Ich habe die Ebene über meiner auch niemals erreichen wollen. Es ist wie du sagst. Wenn’s läuft ist alles supi, aber wehe Dein Team hat ein Problem.
    Well done, in solchen Momenten ist es einfach schön, wenn man überhaupt nicht auf „mehr Geld“ angewiesen ist.
    Liebe Grüße
    Dummerchen

  5. plutusandme sagt:

    Moin Dummerchen,
    ja, es ist der Tat das Gefühl erstmalig aus dem “ Hamsterrad“ heraus zu schauen und auch wirklich sagen zu können:“ Ähem, ich nicht mehr“. Aber ein Umzug käme auch nicht mehr in Frage, dazu sind schon zu viele Verankerungen in unserer Nähe. Wir bauen jetzt das dritte Mietshaus, ist zwar alles an einer Verwaltung abgegeben, aber trotzdem fahren wir dort mal vorbei und schauen nach dem Rechten. Hinzu kommt unser Eigenheim, das mit viel Eigenleistung und noch mehr Kapital wieder in das Jahr 1894 zurück geführt wurde. Allerdings mit den modernen Annehmlichkeiten, die man heute so hat. Ne, ist schon gut so, wie es ist. Es bestünde auch immer noch die Möglichkeit, in die Selbständigkeit als Sachverständiger in meinem Fachgebiet, das habe ich mir aber eigentlich für das Austrittsalter von 55 bis 57 fixiert…aber auch nur,wenn wir dann wollen.

    LG
    Plutusandme

  6. Nico sagt:

    Hallo plutusandme,

    es ist immer eine Sache einen entspannten Lebensstil und die gute alte Work-Life-Balance zu predigen – aber eine ganz andere dann tatsächlich die Beförderung und Gehaltserhöhung auszuschlagen. Dann werden eben doch die Meisten schwach.

    Von daher allergrößten Respekt von meiner Seite für Deine Entscheidung! Ich befürchte bei mir wird auch solch eine Frage in den nächsten Jahren aufkommen. Zwangsläufig. Der nächste Gehaltsschritt wird mit Personalverantwortung einhergehen müssen. Und das will ich unbedingt vermeiden. Nicht weil ich es mir nicht zutrauen würde, sondern weil ich einfach keinen Bock drauf habe, mich mit den Problemen Anderer zu beschäftigen.

    Hoffentlich habe ich dann auch Deine Stärke nein zu sagen 🙂

    VG, nico

    • plutusandme sagt:

      Moin Nico,
      Work-Life-Balance, ja, da war noch was. Also da fokussieren wir uns eigentlich eher seit unserer Wanderung drauf. Da haben wir doch ehrlich bemerkt, das es noch was anderes gibt als Karriere, Beruf, Job. Aber noch ist es ja auch nicht soweit, das wir sagen könnten: “ …und tschüss “
      Personalverantwortung, da möchte ich Dich beruhigen. Das macht auch Spaß. So ist es mir damals gelungen, meine Mitarbeiter in der Mittagspause dazu zu bewegen, mit mir durch die Produktion zu gehen und Verbesserungsvorschläge einzureichen. Die Abteilung hatte vorher 7 Vorschläge, danach 183 ! Da jeder Vorschlg prämiert wurde, war das natürlich ein schönes Ergebnis, zumal eine Kollegin bei der Jahresverlosung noch eine Woche Mallorca gewonnen hatte.
      Schwer war es dann als eine Entlassungswelle durchgezogen wurde. Das war echt schwer!
      Und was für ein Blödsinn manchmal beschlossen wird, nur um die Aktionäre das versprochene Ergebnis zu präsentieren.
      Ganz ehrlich Nico, heute sitze ich echt entspannt in der zweiten Reihe und muss über manche Meetings oder News wirklich schmunzeln.
      Wir sind uns sicher, Du wirst zu Zeitpunkt die richtige Entscheidung treffen. Du hast doch selbst mal geschrieben, wenn man Dich ärgert, gehst Du einfach nicht mehr hin. 😉

  7. Chris sagt:

    Hallo Plutusandme,
    sehr interessant. Wobei ein kleiner Einwand; eine Beförderung abwehren ja nun nicht so die große Kunst ist. Wenn man mit der aktuellen Situation zufrieden ist und der Status-Quo ja erhalten bleibt.
    Ich glaube, das aktive Downgrading, sei es weniger bezahlter Job oder Stundenreduzierung ist der mutigere Schritt. Daran versuche ich mich selbst gerade und bin am Überlegen, wie ich es am Besten anstelle.
    Nichtdestotrotz, gut gemacht und nachgedacht, wenn du hinter der Entscheidung stehst. Ist ja in der Tat nicht selbstverständlich, der monetären Verlockung zu widerstehen. Da gebe ich dir absolut Recht.

    • plutusandme sagt:

      Moin Chris,
      alles gut gegangen 😉
      Sobald ein gewisser Level erreicht ist, ist es nicht ganz so schwer, das stimmt schon. Ist aber auch eine Entscheidung von bisherigen Erfahrungen gewesen. Unser Fokus, und das ist vielleicht auch die Kernaussage, liegt nicht mehr in einer Steigerung des aktiven Einkommens ( wohl aber am passiven Einkommen) Genau gegenteilig. Es sind Überlegungen da, die Arbeitzeit zu verkürzen, das führt aber auch zu einer Verlängerung der Arbeitzeit zum Ende hin, das wäre hier jetzt etwas kompliziert, soll aber noch unter “ Der Ausstieg“ später mal gelistet werden. Wir können jetzt natürlich auch das Arbeitsniveau bzw. das derzeitige Engagement hoch halten, dann wird es später vielleicht angenehmer, bzw ein gemeinsamer Ausstieg aus dem Berufsleben. Zur Zeit liegt der Fokus eher darauf.

      Gruß Plutusandme

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