April 2016 – Was ist los im Investitionsbereich ? _

19.04.2016

Zugegeben, der Bereich in dem ich, Herr Plutusandme, tätig ist, ist ein überschaubarer.
Wir hatten jetzt unsere große Messe und es ergab sich eine Vielzahl von tollen Gesprächen und Projekten die weit bis in 2017 laufen werden. Gut so.
Wir vermarkten ein Produkt, welches in der Regel eine höhere Investition meist inkl. Finanzierung benötigt.
Die Firmen haben gut zu tun, aber dennoch regional unterschiedlich. Viele würden gerne investieren aber, und jetzt kommt ein großes ABER, sie finden nicht das geeignet Fachpersonal.
Bedingt durch die niedrigen Zinsen ist bei unseren Kunden viel Arbeit vorhanden. Sie können diese jedoch aufgrund von Personalmangel nicht ab arbeiten. Klingt nach einem Luxusproblem, denn daraus folgt ja, daß wieder Liefertermine entstehen und bekanntlich bestimmen ja Angebot und Nachfrage den Preis.

Etwas Zweites viel mir aber auch auf. Wie in jeder Branche, gibt es in meiner Branche auch einige Hasardeure. Bei einer normalen Marktbereinigung würden diese Unternehmen wahrscheinlich nicht überleben. Aufgrund der niedrigen Zinsen, die diesen Firmen jetzt aber angeboten werden ( BASEL III läßt grüßen ), bieten sich neue Möglichkeiten wie z.B. Umfinanzierung etc. Einige diese Firmen sind erhaltenswert und nutzen die Möglichkeit sich neu zu positionieren, andere….. lernen es nie. Ich entschuldige mich schon jetzt für die Bemerkung, diese steht mir nicht zu.

Ich folge daraus, daß der Investitionsgüterbereich satt ist. Daraus folgt aber auch, daß viele Menschen in Arbeit stehen und das sollte in Richtung Konsumgüter gehen.

Was meint Ihr, wie sieht es in Euren Branchen aus?

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3 Antworten zu April 2016 – Was ist los im Investitionsbereich ? _

  1. Alexander sagt:

    Die Immobilienbranche boomt und als Folge daraus habe ich relativ wenig zu tun. Wie das?
    Die Leute kaufen blind alles, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Es werden Mondpreise bezahlt und jeder fühlt sich als Held. Wer braucht da schon ein Wertgutachten? Der Sachverständige hat eh keine Ahnung.

    Wenn die Blase platzt, die Zinsen eines Tages doch wieder steigen, die Immobilienpreise einbrechen und die Finanzierungen kippen, dann ist wieder der Bedarf gegeben.

  2. plutusandme sagt:

    Das deckt sich mit den Aussagen meiner Kunden, die in der Baubranche Ihre Dienstleistung anbieten. Wenn ich bei uns im Ort schaue, überall Neubauten, ja , es werden sogar ältere Häuser weggerissen um Platz für Neubauten zu machen. Sehr schade, wir selber haben nämlich so ein altes Schätzchen ( Baujahr 1894 ) durch renoviert.
    Aber wenn man bedenkt, das es bei der KFW für 0,7 % 100.000€ gibt, wer kann es den Leuten verdenken. Aber auch heute gilt noch, ein Hauskauf oder -bau muß auf soliden Fundament stehen.

  3. Ich bin in der Energieversorgerbranche angestellt und sehe hier auch viele Umbrüche. Mit Immobilien beschäftige mich auch, sehe aber auch, dass (fast) alles überteuert ist. Wenn man über 10 Jahre hinaus plant, muss man natürlich auch mit höheren Zinsen rechnen und dementsprechend dann auch mit wieder niedrigeren Immobilienpreisen, daher habe ich auch noch nicht zugeschlagen.

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